Newsartikel - Stroh als Raufutter

Datum: Mittwoch, 04. Januar 2017

Einleitung:

 

Stroh als Raufutter – Ergänzung für Pferde?

Gersten-, Weizen- und vor allem Haferstroh als wertvolles Raufutter für Pferde hat eine lange Tradition. Früher wurde sorgfältig geerntetes Stroh ganz oder gehäckselt zur Ergänzung der täglichen Ration regelmäßig gefüttert. Es gab sogar spezielle Häckselmaschinen für Stroh.


Inhalt:

Heutzutage wird Stroh meistens nur noch als Einstreu benutzt. Der Qualität wird nur insofern Beachtung geschenkt, als es nicht staubig oder offensichtlich schimmelig sein darf. Häufig erhalten Pferde überhaupt kein Stroh mehr, sei es aus Gründen der Arbeitsvereinfachung für den Stallbetreiber, sei es aus gesundheitlichen Gründen wie diversen Allergien.

Stroh als wertvolles Raufutter ist sozusagen in Vergessenheit geraten, ja es geht sogar die Mär um, Pferde würden von Stroh prinzipiell Koliken bekommen.

Ernährungsphysiologisch ist Getreidestroh für unsere (sowieso generell überfütterten) Pferde jedoch durchaus zu empfehlen. Es ist reich an Rohfaser, die für die Darmtätigkeit wichtig ist, zudem arm an Eiweiß und Fruktanen. Ein Kilogramm Haferstroh enthält maximal 15 bis 20 Gramm Zuckerstoffe. Im Vergleich: Heu kann bis zu 100 Gramm pro kg enthalten.

Nicht zu unterschätzen ist aber, dass Pferde, die ständig Stroh zum Knabbern zur Verfügung haben, ausgeglichener und zufriedener sind. Neben dem positiven Effekt der Beschäftigung sorgt Stroh auch für den Erhalt der physiologischen Bedingungen im Darm. Die Ballaststoffe füllen den Darm und bewirken ein Sättigungsgefühl, ohne ein Überangebot von Nährstoffen zu liefern. Zudem fördert die Rohfaser die Tätigkeit der Mikroorganismen (Darmflora) im Dickdarm. Dadurch bleibt der PH-Wert im physiologischen Bereich und eine Dickdarmübersäuerung, die als eine der Ursachen von Hufrehe angesehen wird, kann vermieden werden.

Aus diesen Gründen sollten auch Pferde, die auf Spänen oder pelletierter Einstreu stehen, täglich ca. 3 bis 4 kg Futterstroh erhalten.

Leider gibt es einige Schwierigkeiten beim Erwerb von gutem Stroh. Sämtliche Getreidesorten werden heute während des Wachstums mehrfach mit Pestiziden und Halmwuchs-Hemmern gespitzt, deren Rückstände im Stroh enthalten sind. Dazu kommen Verunreinigungen mit Erdklumpen und oft massiver Schimmelpilzbefall, vor allem bei Weizenstroh, da die Ernte maschinell und wenig sorgfältig erfolgt. Oft liegt das Stroh noch tagelang auf dem Acker, und wird anschließen – noch feucht – zu großen Quader- oder Rundballen gepresst. So bilden sich schnell Schimmelpilze im Stroh. Eine Lagerung im Freien unter Planen führt zu weiterem Schimmelpilzbefall und vor allem über den Winter, zu massiven Verunreinigungen mit Mäusekot. Solches Stroh ist für Pferde natürlich nicht geeignet und sogar gesundheitsschädlich.

Als Futterstroh eignet sich am besten Haferstroh guter Qualität, das auch sehr gerne gefressen wird. Ca. 3 Kilo Haferstroh liefern so viel Energie wie ein Kilo Hafer. Leider ist es aufgrund seiner schlechten Saugfähigkeit bei Stallbetreibern nicht sehr beliebt.

Gerstenstroh ist aufgrund seiner frühen Erntezeit (Juni = längere Schönwetterperioden) häufig von sehr guter Qualität, aber stark belastet mit den Rückständen der bei dieser Getreideart intensiv eingesetzten Halmwuchs- Hemmern. Diese stehen neben Schimmelpilzen im dringenden Verdacht, bei Pferden allergische Kehlkopfentzündungen mit hartnäckigem Husten hervorzurufen.

Roggen wird in Deutschland kaum noch angebaut. Roggenstroh ist daher kaum erhältlich.

Weizenstroh hat eine sehr brüchige Halmstruktur und neigt daher zu starker Staubentwicklung. Während der Zeit der Weizenernte (Juli) regnet es häufig und so ist dieses Stroh oft stark mit Schimmelpilzen befallen. Seine hervorragende Saugfähigkeit und leichte Erhältlichkeit macht es jedoch zum Stroh Nr. 1 in den Reitställen. Man muss jedoch sehr auf beste (!) Qualität achten. Dieses Stroh führt bei schlechter Qualität dazu, dass nahezu alle Pferde im Stall husten.

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Dr. med. vet. Koeppl

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